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Vergrößerung  Peter Breuer
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Vergrößerung  Werkstatt von Johann Böhme
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Vergrößerung  Alfred Hrdlicka

Die Geschichte der Skulpturensammlung ist eng mit dem denkmalpflegerischen Verantwortungsbewusstsein der Mitglieder des Zwickauer Altertumsvereins verbunden. Nach der Reformation im 16. Jahrhundert wurden die Werke, die nicht den neuen reformatorischen Bildprogrammen entspra-
chen, aus den Kirchen entfernt. Obwohl das Ausmaß der Bilderstürmerei in Zwickau im Vergleich zu anderen Regionen sehr begrenzt blieb, wurden diese Werke in der sogenannten „Götzenkammer“ der Marienkirche untergebracht und über-
dauerten so die Zeiten. Der Zwickauer Altertumsverein nahm sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Kunst-
werke an, die dann auch mit der Eröffnung des Museums
seit 1914 gezeigt wurden.

Mittlerweile gehört die spätgotische und frühbarocke Skulp-
turensammlung zu der bedeutendsten in Sachsen. Zu den wichtigsten Vertretern der sächsischen Spätgotik zählt der Zwickauer Bildschnitzer Peter Breuer, dessen 1514 entstan-
dener ‚Vielauer Altar’ sowie das für die Zwickauer Ratsstube 1539 geschaffene Kruzifix die Sammlung bestimmen. Aber auch die Werke von Michael Heuffner und Leonhard Herrgott sind Zeugnisse für Zwickau als ein Zentrum spätgotischer Schnitzkunst in Obersachsen. Die bekannte Schneeberger Bildhauer-Werkstatt Böhme ist mit Skulpturen aus dem 17. Jahrhundert vertreten.

Das 20. Jahrhundert wird u.a. durch Arbeiten von Karl Albiker, Eugen Hoffmann (Porträtbüste ‚Otto Dix’) und Alfred Hrdlicka repräsentiert.