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Vergrößerung  Skulpturensammlung
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Vergrößerung  Peter Breuer

Die spätgotische und frühbarocke Skulpturensammlung be-
findet sich in der sogenannten „Plastikhalle“ des Museums, die architektonisch einem gotischen Raum nachempfunden ist. Zwickau gehörte um 1500 zu den Zentren spätgotischer Kunst im westlichen Erzgebirge. Hauptvertreter war der Zwickauer Bildschnitzer Peter Breuer (1472/73-1541). Sein Gesamtwerk umfasste wahrscheinlich 30 Altäre sowie mehr als 200 Einzelfiguren und Kruzifixe. Von besonderer Bedeu-
tung sind die „Beweinung Christi“ (Marienkirche) und „Chris-
tus mit der Siegesfahne“ (Katharinenkirche). Der hier im Mittelpunkt stehende „Vielauer Altar“ (1504) und das Kruzifix aus der Ratsstube (wohl sein letztes Werk aus dem Jahr 1539) bezeugen das große Können des Meisters.

Zwickauer Zeitgenossen Breuers waren u.a. die Bildschnitzer Dionysius Maler, Leonhard Herrgott und Michael Heuffner sowie der Schöpfer der Gemälde des Annaberger Bergaltars, Hans Hesse, der zeitweilig auch in Breuers Werkstatt tätig war.

Mit dem „Lugauer Altar“ wird das Werk zur Marienlegende eines unbekannten Meisters gezeigt, das in vielen eindrucks-
vollen, in der Tracht der Zeit um 1500 gestalteten Figuren die Familienbeziehungen der Maria schildert.

Die bekannte Schneeberger Bildhauer-Werkstatt Böhme, die im 17. Jahrhundert zahlreiche Kirchen in der Umgebung aus-
gestattet hat, ist mit ausdrucksstarken Darstellungen von Engeln und Propheten präsent.

Das 20. Jahrhundert wird u.a. durch Arbeiten von Karl Albiker, Eugen Hoffmann (Porträtbüste ‚Otto Dix’) und Alfred Hrdlicka vertreten.