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Vergrößerung  Paläobotanische Sammlung
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Vergrößerung  Gesteinssammlung

Im Untergeschoss des Gebäudes befindet sich die geowis-
senschaftliche Abteilung. Als Grundstock gilt hierfür die 1868 in den Besitz der Stadt gelangte Sammlung des Bergfaktors Ernst Julius Richter (1808-1868). Ein Fünftel der heute vor-
handenen 16000 Stücke ist in den Originalvitrinen zu bewun-
dern. Hauptbestandteile sind neben der Mineraliensammlung die Sammlungen von Pflanzenabdrücken aus dem Zwickauer Steinkohlengebirge, von Tier- und Pflanzenversteinerungen aus allen Erdzeitaltern und eine beeindruckende Gesteins-
sammlung.

Mineraliensammlung

Die Mineraliensammlung besteht aus drei Teilen: Die syste-
matische Sammlung
zeigt Vertreter der neun Mineralklassen (Elemente, Sulfide, Halogenide, Oxide, Karbonate, Sulfate, Phosphate, Silikate, organische Minerale), die nach dem System von H. Strunz geordnet sind. Die Belege stammen
von vielen wichtigen, meist historischen sächsischen, aber auch europäischen und außereuropäischen Fundorten. Die regionale Sammlung ist vorwiegend auf die Mineral- und Erzlagerstätten in Südwestsachsen ausgerichtet (Belege
aus Silber-, Zinn-, Wolfram-, Eisen-, und Flußspatlager-
stätten des Erzgebirges und des Vogtlandes - geordnet
nach den Lagerstättenbezirken Schwarzenberg, Schneeberg-Schlema-Johanngeorgenstadt, Vogtland, Zwickau). Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen Beispiele
der Schneeberger und Schlemaer Bi-Co-Ni-Ag-U-Erze
sowie der dortigen Sekundärerze und Gangarten. Die verschiedenartigen, häufig ähren- und büschelförmigen Kalkspäte aus dem Melaphyrmandelstein von Zwickau-Oberhohndorf sowie die Kalkspäte von weiteren westsächs-
ischen Fundorten sind Teil einer speziellen Kalkspatsam-
mlung, die zunehmend durch Belege aus anderen Regionen ergänzt wird. In der Sammlung schöner Minerale und Edelsteine sind Mineralstufen ausgestellt, die sich durch besonders prächtige Formen und Färbungen auszeichnen.

Fossiliensammlung

In dieser Sammlung werden Fossilien aus allen Erdzeital-
tern, die Verbreitung und Lebenswelt des Jura in Sachsen und Franken gezeigt, wie auch Pflanzenabdrücke aus den tertiären Kiesen und Sanden von Mosel-Zwickau, die um
1937 beim Kiesabbau gefunden wurden.

Die wissenschaftlich bedeutende paläobotanische Sam-
mlung von Pflanzen aus dem Zwickauer Steinkohlengebirge (Oberkarbon/Westphal D) ist das Ergebnis intensiver Sam-
meltätigkeit im 19. und 20. Jahrhundert, möglich infolge umfangreichen Steinkohlenbergbaues im Umfeld der Stadt. Bedeutende Paläobotaniker wie Geinitz (1855), Sterzel (1886) und Daber (1955) haben das Sammlungsmaterial bearbeitet. Das Museum kann nun auf mehr als 60 Originalstücke ver-
weisen. In 22 Vitrinen wird eine Vielzahl bemerkenswerter Belege der Pflanzenwelt des Oberkarbon gezeigt.

Gesteinssammlung

Die Sammlung beinhaltet eine Auswahl der verbreitetsten Gesteine aus den verschiedenen geologischen Einheiten Westsachsens.
Besonders bedeutungsvoll ist das Profil des Tiefbauschachtes, das mit 546 nach zunehmender Teufe angeordneten Gesteinsproben auf anschauliche Weise
den geologischen Bau des Untergrundes der Stadt Zwickau dokumentiert.