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Vergrößerung Ausstellungsplakat mit Titelbild: Alexej von Jawlensky, Mädchenkopf mit rotem Turban und gelber Agraffe (Barbarenfürstin), um 1912 © Courtesy of Osthaus Museum Hagen & Institut für Kulturaustausch, Tübingen, Foto: Achim Kulkilies, Düssedorf
 
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Vergrößerung Karl Schmidt-Rottluff, Landschaft mit Baum, 1913 © Courtesy of Aargauer Kunsthaus Aarau & Institut für Kulturaustausch Tübingen, Foto: Jörg Müller
15.09.2018 - 06.01.2019 | Back to Paradise. Meisterwerke des Expressionismus
Über 120 Meisterwerke des deutschen Expressionismus aus dem Aargauer Kunsthaus und dem Osthaus Museum Hagen vereint diese Sonderausstellung.
Eine junge Avantgarde von Künstlern wagte kurz nach 1900 den Aufbruch in die Moderne. Ihre kraftvolle Bildsprache war unmittelbarer Ausdruck eines individuellen Lebensgefühls. Als Gegenentwurf zur europäischen Zivilisation ersehnten sie den Einklang von Mensch und Natur. Auf der Suche nach dem Paradies strebten die Expressionisten nach Ursprünglichkeit in neuen Lebens- und Identitätsmodellen.  
In der Ausstellung sind hochkarätige Werke der berühmten Künstlervereinigungen des deutschen Expressionismus mit ihren farbintensiven Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen und Druckgrafiken vertreten. Einen Schwerpunkt bilden die Künstler der Brücke mit Kirchner, Pechstein, Heckel, Mueller, Schmidt-Rottluff und Nolde. Aus den Reihen der Neuen Künstlervereinigung München und der Gruppe Blauer Reiter sind Kandinsky, Macke, Marc, Münter und Jawlensky zu sehen.  
Hinzu treten u. a. Arbeiten von Beckmann, Bötticher und Rohlfs, der eng mit Karl Osthaus in Hagen, einem der wichtigen frühen Förderer der Expressionisten, befreundet war. Auch Hildebrand Gurlitt hat in Zwickau als erster Museumdirektor bereits in den 1920er-Jahren Werke expressionistischer Künstler vorgestellt.  
 
Cuno Amiet . Max Beckmann . Walther Bötticher . Lyonel Feininger . Conrad Felixmüller . Erich Heckel . Alexej von Jawlensky . Wassily Kandinsky . Ernst Ludwig Kirchner . August Macke . Franz Marc . Ludwig Meidner . Otto Mueller . Gabriele Münter . Emil Nolde . Max Pechstein . Christian Rohlfs . Karl Schmidt-Rottluff  
 
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Osthaus Museum Hagen und dem Aargauer Kunsthaus Aarau. Das Institut für Kulturaustausch, Tübingen initiierte und organisierte diese außergewöhnliche Schau.  
 
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Das Max-Pechstein-Museum in Zwickau ist in den neuen Bundesländern die einzige Station dieser außergewöhnlichen Meisterwerke-Ausstellung. Im Jahr des 900-jährigen Stadtjubiläums ist diese Ausstellung sowohl für die Zwickauer als auch für die Gäste der Stadt ein besonderes Highlight. Zudem ergänzen diese Meisterwerke der klassischen Moderne auf besondere Weise die Dauerausstellung im Max-Pechstein-Museum programmatisch und ermöglichen zudem einen überregionalen Blick auf die Zwickauer Sammlung an Pechstein-Werken.  
 
Ansprechpartner:
Tel. Museumszentrale 03 75 83 45 10
E-Mail: kunstsammlungen@zwickau.de (*)
* Weitere Informationen zur eSignatur finden Sie in unserem Impressum.
 
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Vergrößerung Details eines Epitaphs, um 1666, Umkreis Werkstatt Johann Böhm, Schneeberg, KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum, Foto: Fotoatelier Lorenz, Zschorlau
 
17.11.2018 - 03.02.2019 | Johann Böhm und seine Werkstatt
Kabinettausstellung zur Weihnachtszeit
Erinnert wird an das Werk des heute fast vergessenen Bildhauers Johann Böhm (1595-1667), dessen Schneeberger Werkstatt zahlreiche Kirchenausstattungen – wie Epitaphien oder Engelfiguren – in nachreformatorischer Zeit übernahmen. In Vorbereitung zum 350. Todestag von Johann Böhm fanden im Jahr 2016 und 2017 zahlreiche Forschungen und Symposien statt, die sich mit dem Werk dieses wichtigen westsächsischen Bildhauers erstmals so umfassend beschäftigt haben.  
Am 18. Februar 1595 in Hartenstein geboren, begründete Böhm in Schneeberg eine führende Werkstatt, die über drei Generationen hinweg die Entwicklung der Bildhauerkunst in Westsachsen und Ostthüringen bestimmte. Seine Hauptwerke – sofern sie nicht in den Kriegen verloren gegangen sind – befinden sich noch immer im Zwickauer Raum. Böhms Wirkung steht in enger Verbindung mit der Wieder- bzw. Neuausstattung der Kirchen in nachreformatorischer Zeit, als im Zuge ikonoklastischer Bestrebungen zahlreiche Gotteshäuser ihres mittelalterlichen / vorreformatorischen Schmuckes beraubt wurden und während der Gegenreformation und der Glaubenskriege deren Neuausgestaltung auf der Tagesordnung stand. Johann Böhm und sein ausgedehnter Werkstattbetrieb gehört in der Region des Zwickauer Muldenlandes zu den Wegbereitern und Fortsetzern einer neuen Ikonographie, die in ihren Grundsätzen der lutherischen Lehre folgt.  
Als Ergebnis der Forschungen ist nun eine Ausstellung geplant, um das Wirken dieser Bildhauerwerkstatt auch einem breiteren Publikum zu vermitteln.
Ansprechpartner:
Tel. Museumszentrale 03 75 83 45 10
E-Mail: kunstsammlungen@zwickau.de (*)
* Weitere Informationen zur eSignatur finden Sie in unserem Impressum.